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Famulaturerfahrung Katharina Mörschel

Wir freuen uns über das erfolgreiche Famulatur von Katharina Mörschel in unserer Praxis. Sie hat ihre Erlebnisse für uns zusammengefasst:

Im Frühjahr 2018 durfte ich in der Hausarztpraxis von Hr. Mildenstein famulieren. Schon der Aufbau seiner Praxis spiegelt das Konzept hinter der PatientInnenbetreuung aber auch des Umgangs mit dem Praxisteam wider. Das Haus befindet sich in einer ruhigen Umgebung und wird von einem liebevoll gepflegten Garten verschönert. In den vier Etagen der Praxis findet sich neben den ärztlichen Behandlungsräumen auch Platz für Physio- und Schmerztherapie sowie für Ernährungsberatung. Zur fachlichen Weiterbildung des Teams existiert eine kleine, wohlsortierte Bibliothek. Es handelt sich also um die perfekte Umgebung für eine ganzheitliche und menschliche Versorgung, in der ich mich von Beginn an sehr wohl gefühlt habe.

Herr Mildenstein war sehr darauf bedacht, mir viel praktische Arbeit zu ermöglichen. So durfte ich nach einer kurzen Phase des Hospitierens viele PatientInnen initial selbstständig befragen und untersuchen. Auf diese Weise hatte ich auch genügend Zeit, die PatientInnen, die meist schon viele Jahre hier betreut wurden, ausführlicher nach ihren Geschichten zu fragen und mir somit ein umfassendes Bild von verschiedenen Krankheitsverläufen und ihren psychosozialen Auswirkungen zu machen. Im Anschluss kam Hr. Mildenstein hinzu, um die Untersuchung und Behandlung abzuschließen. Dieser Ablauf ermöglichte es mir, in einem sicheren und angenehmen Rahmen selbständig zu agieren und mich stetig zu verbessern. Ich merkte schnell, wie ich im Umgang mit den PatientInnen sicherer wurde und begann, mir eine gewisse Routine anzueignen.

Zusätzlich zur PatientInnenbetreuung erhielt ich von Hr. Mildenstein viele Möglichkeiten, mich weiterzubilden und über den Tellerrand hinauszublicken. Er gab mir Materialien zu häufigen Symptomen wie Rücken- oder Kopfschmerzen und diskutierte mit mir seine Konzepte der medizinischen Lehre. Zudem tauschten wir uns viel über die Prävention nichtübertragbarer Krankheiten aus, ein Thema, das uns beiden sehr am Herzen liegt. In dieser Hinsicht ist seine Praxis natürlich ein besonderes Positivbeispiel und es hat mir großen Spaß gemacht zu sehen, wie die Menschen z.B. durch die Hilfe der Ernährungsberatung zu einem gesünderen Lebensstil gelangten und offensichtlich aufgeklärter und mündiger mit ihrer Gesundheit umgingen.

Ganz im Sinne der ganzheitlichen Betreuung durfte ich auch bei der Schmerztherapie hospitieren und die Technik der Osteopressur selbst ausprobieren und anwenden. Leider war die Ernährungstherapeutin während meiner Famulatur nicht anwesend, aber ich habe die Hoffnung, sie bei meinem nächsten Besuch anzutreffen.

Abschließend kann ich sagen, dass ich sowohl sehr viel Spaß hatte als auch viel gelernt habe. Sehr gefreut hat mich, eine Medizin erlebt zu haben, die sich wirklich mit dem Menschen beschäftigt und nicht nur Krankheiten behandelt.